Mitarbeiterführung Personalentwicklung

Respekt und Entgegenkommen: so können Alt und Jung im Job voneinander lernen

Job voneinander lernen
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Von einem älteren Kollegen zu lernen ist seit Jahrhunderten völlig normal, denn der Meister hat immer den Lehrling ausgebildet und nicht umgekehrt, doch heute können auch die Älteren von ihren jüngeren Kollegen im Job voneinander lernen. Zunächst mag beiden dies sicher schwer fallen, denn die jüngeren Mitarbeiter sind nicht mehr generell gewillt, jeden Ratschlag anzunehmen, nur weil er von einem an Jahren reiferen Kollegen kommt und die Älteren tun sich naturgemäß ohnehin sehr schwer, von jungen Menschen Hilfe anzunehmen.

Natürlichen Ängsten gezielt entgegenwirken

Dank der neuen technischen Errungenschaften ist aber häufig der junge Mensch in diesem Bereich im Vorteil und kann dem technisch nicht so erfahrenen älteren Kollegen hilfreich zur Seite stehen, deshalb ist es so wichtig dass Alt und Jung im Job voneinander lernen. Nun ist es an den Beiden ihre unterschiedlichen Kenntnisse und Erfahrungen sinnvoll zusammenzuführen, um ein besseres und harmonisches Miteinander im Beruf zu erzielen. Die Älteren sind häufig von der Furcht getrieben, durch die jüngeren Kollegen von ihrem Platz vertrieben zu werden. Während die jungen Berufsanfänger die älteren Kollegen als Bremsklotz auf ihrem Weg nach oben wahrnehmen. Dabei können beide Seiten durch eine gute und vor allem harmonische Zusammenarbeit sehr gewinnen.

Respekt und Entgegenkommen – auf beiden Seiten

Während die älteren meist ruhig und ausgeglichen arbeiten, können die jungen Kollegen vielfach noch zu stürmisch sein und gern einmal los sprinten, bevor eine Idee wirklich richtig ausgereift ist. Dann kann der ältere Kollege mit seiner ruhigen Gelassenheit mahnend aber vorsichtig eingreifen und gleichzeitig sogar dem jüngeren Kollegen viel von dem eigenen reichen Erfahrungsschatz übereignen. Das Wichtigste ist aber, auch für die Geschäftsleitung, die beiden gegensätzlichen Charaktere in geordnete Bahnen zu lenken. Denn Respekt und eine offene Einstellung sind absolut unerlässlich für die gute Zusammenarbeit zwischen den Generationen.

Geschriebene und ungeschriebene Regeln beachten

Jeder muss sich von Zeit zu Zeit zurücknehmen und erst einmal schlucken, bevor es wohl möglich zu einem offenen Streit kommt. Denn dann ist meist das Klima nachhaltig ruiniert und wird nur schwer auf ein freundschaftliches und befruchtendes Niveau zurückzuführen sein. Ältere neigen dazu, sozusagen einfach ins Steuer zu greifen, sie geben schnell ungefragt einen Ratschlag. Natürlich ist das nur gut gemeint, da sie Irrtümer und lange Umwege vermeiden möchten. Doch so kann ein jüngerer Kollege sich überfahren fühlen und meist blockiert er dann sofort und tut genau das Gegenteil von dem, was gut gewesen wäre. Schließlich wird zwar die Anzahl der älteren Mitarbeiter durch den demografischen Wandel steigen, doch trotz allem sind die Älteren nicht ewig da und ihre zahllosen Erfahrungen sollten an die nächste Generation weitergereicht werden, damit sie nicht verloren gehen.

Moderne Technik annehmen und verstehen

Ältere Kollegen sträuben sich gern, wenn es um die elektronischen Errungenschaften geht, die unser Leben und die Arbeit heute erleichtern. Ein häufig von ihnen gehörter Satz lautet: „Das muss ich jetzt nicht mehr lernen“. Dabei haben sie beruflich wie privat große Vorteile von dieser Technik. Am leichtesten lernt es sich im fortgeschrittenen Alter so ganz nebenbei, gemeinsam mit einem jüngeren Kollegen, der mit Geduld und Einfühlungsvermögen, im Zweifel weiterhelfen kann. Natürlich läuft diese Zusammenarbeit nicht immer so ideal und rund. Daher müssen beide Seiten erkennen, wie groß die Vorteile dieser generationsübergreifenden Arbeit sein können.

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