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Unternehmenskommunikation mit Hilfe von Flyer, Broschüre, Prospekt & Co

Unternehmenskommunikation digital oder in alter Papierform
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Online Marketing – nicht jeder potentielle Empfänger übernimmt die „Holschuld“

Bereits vor mehr als einem Vierteljahrhundert geisterte ein Schlagwort durch deutsche Unternehmen: das papierlose Büro. Weg von der dezentralen Zettelwirtschaft – hin zur pc-gestützten Zentralablage mit elektronischem Zugriff für alle Mitarbeiter. Nicht erst, seitdem Informationen aus Intranet und Extranet in digitalen Wolken abgelegt werden können, fordert zeitgemäße Unternehmenskommunikation einen Paradigmawechsel von der „Bringschuld“ zur „Holschuld“: Mitarbeiter ebenso wie (potentielle) Kunden und Lieferanten mögen sich bitte selbstverantwortlich um den elektronischen Abruf für sie relevanter (Fach)informationen kümmern. Das funktioniert grundsätzlich. Die Teilhabe an rein digitaler Unternehmenskommunikation indes greift nicht umfassend: Es schließt den Kreis Derjenigen aus, welche am Arbeitsplatz nicht über den Zugriff auf digitale Daten verfügen. Denken Sie hierbei beispielsweise an Mitarbeiter „an der Basis“ wie Service-Kräfte im gastronomischen Bereich oder Produktionskräfte in den Werkshallen. Zudem gibt es bildungs- und berufsübergreifend nicht wenige Menschen, welche keinerlei Affinität zum Umgang mit elektronischer Informationsbeschaffung haben. Es darf davon ausgegangen werden, dass in sozialen Netzwerken dargebotene Informationen diesen Personenkreis ebenso wenig erreichen – er hält sich schlichtweg nicht dort auf.

Im Sinne einer ganzheitlichen Unternehmenskommunikation nach innen und außen macht es Sinn, Mitarbeiter, Kunden oder Lieferanten informationstechnisch dort „abzuholen“, wo sie gerade stehen. Hier kommt Papier als Informationsträger wieder ins Spiel – beispielsweise als Präsentationsmedium für besondere betrieblicher Ereignisse oder als Werbeträger im Wirkungsbereich von PR / Öffentlichkeitsarbeit.

Darbietung von Unternehmenskommunikation auf Papier bleibt nachhaltig im Gedächtnis

Die „Hardcopy“ ist gegenüber rein digital präsentierter Informationen immer dann eine überdenkenswerte Alternative für die Unternehmenskommunikation, wenn es darum geht, Firmenereignisse nachhaltig im Bewusstsein der Teilnehmer zu verankern. Denken Sie in diesem Zusammenhang an Ereignisse wie

• Messen, Kongresse, Tagungen

• Workshops, Seminare

• Produkteinführungen, „Tag der offenen Tür“

• Firmenjubiläen, Unternehmensfusionen

Aus den USA kommt die Idee des „event papers“, welches jedem Teilnehmer zeitnah nach Ende einer Firmenveranstaltung überreicht wird. Inhalte eines „event papers“ sind unter anderem im Vorfeld geführte Interviews mit ausgesuchten Teilnehmern sowie Fotos möglichst aller Teilnehmer, welche erst während der Veranstaltung entstehen. Ein persönliches „event paper“ vermittelt jedem Anwesenden das Gefühl, nicht Teilnehmer der Veranstaltung XY gewesen zu sein, sondern wertgeschätzter Gast des einladenden Unternehmens. Eine parallele Dokumentation der Firmenveranstaltung im Firmennetz oder auf Facebook als Nebenprodukt schadet nie, könnte jedoch für sich allein keinen individuellen Erinnerungswert von der Tiefe eines „event papers“ erzeugen. So ist diese zeitgemäße Form des Broschüren drucken zu besonderen Veranstaltungen die perfekte Ergänzung für ein ganzheitliches Marketingkonzept.

Auf Papier gedruckte Botschaften erreichen jede Zielgruppe

Im Zeitalter von Social Media Marketing mag die Idee, eine Werbekampagne mit konventionellen Mitteln wie Flyer, Broschüre, Prospekt & Co führen zu wollen, zunächst rückständig klingen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Nicht ohne Grund sind beispielsweise große Supermarkt- oder Drogerieketten mit ihren wöchentlichen Sonderangeboten im Internet vertreten und betreiben zugleich externe Unternehmenskommunikation stärker denn je über den Hauseinwurf von Prospekten. Analog nutzen kleinere Handwerksbetriebe parallel zum Internetauftritt weiterhin Infozettel, um ihr Dienstleistungsportfolio bekannt zu machen.

Bei der Gestaltung von Werbemitteln aus Papier ist es über die Auswahl von Papierqualität, Farben, Format und Druckverfahren möglich, unter Fortführung der Corporate Identity werbewirksame Einzigartigkeit herzustellen. Wer hier zunächst an kostenintensive Hochglanzbroschüren denkt, der liegt richtig – wenn dies die Unternehmensphilosophie unterstreicht. Doch es geht auch anders – Beispiel Flyer: Eine unter vielen Möglichkeiten zur Individualisierung ist ein ungewöhnliches Papierformat: Ein quadratischer oder dreieckiger Flyer beispielsweise erhöht den Wiedererkennungswert der herausgebenden Firma – eines der primären Ziele von externer Unternehmenskommunikation.

Wichtig: Das Portal personal-wissen.net stellt lediglich eine allgemeine Informationsplattform dar. Konkrete Anfragen von Lesern können nicht beantwortet werden, da es sich dabei um Rechtsberatung handeln würde. Falls Sie eine individuelle Rechtsfrage haben sollten, wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt oder an die Rechtsabteilung Ihrer Firma. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

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