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Mehr Nachwuchs in Forschung und Technologie 2014

MINT
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Die Fachkräfte-Lücke bei Informatikern, Mathematikern, Technikern und Naturwissenschaftler (MINT) ist anscheinend kleiner geworden. Ein Grund für deutsche Unternehmen zum Aufatmen besteht aber noch lange nicht, denn gleichzeitig ist auch die Zahl der benötigten und gesuchten Fachkräfte gestiegen.

MINT Fachkräfte auch weiterhin heiß begehrt

Gut ausgebildete Fachkräfte werden weiterhin gesucht. So konnten Ende 2013 rund 121.000 offene Stellen nicht besetzt werden – im Jahr zuvor waren es noch 200.000 Stellen in diesem Bereich. Dies ergab eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Dieser Fachbereich wird gemäß den Anfangsbuchstaben der Berufssparten Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker unter dem Kürzel MINT zusammengefasst.

Michael Hüther, Direktor der IW schätzt, dass die Lücke bis 2020 noch um weitere unbesetzte Stellen zunehmen wird. Und im Bereich der nichtakademischen Fachkräfte dürften bis dahin rund 1,4 Millionen Spezialisten fehlen. Diese Entwicklung sowie die dadurch drohende Wachstumsbremse könne ausschließlich mit einer vermehrten Erwebstätigkeit von Frauen, einem späteren Renteneintritt und einer weiteren Zuwanderung gemildert werden. Doch dafür sind wiederum weitere Maßnahmen erforderlich, dazugehört auch eine verbesserte Ganztageskinderbetreuung.

Die steigenden Zahlen der Hochschulabsolventen können das fehlende Fachpersonal nicht auffangen. Zwar haben sich die Zahlen zwischen 2005 und 2010 um 33.000 erhöht, aber die Nachfrage wird aufgrund des langfristigen Wirtschaftswachstums weiterhin steigen.

Sorgen bereitet auch die recht hohe Abbrecherquote der MINT Akademiker. Insbesondere in den Bereichen Elektrotechnik und Maschinenbau brachen 47 Prozent der Studierenden ihr Bachelor-Studium vorzeitig ab. Kein Wunder also, wenn auch die Arbeitgeberseite Verbesserungen im Bildungsbereich fordert.

„Wir brauchen dringend mehr Durchlässigkeit in unserem Bildungssystem“, so Gabriele Sons, Hauptgeschäftsführerin des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall. „Nach wie vor suchen wir händeringend junge Frauen, die Lust haben, einen technischen Beruf zu erlernen oder in den MINT Studiengängen zu starten“, sagt sie.

Frauenquote in MINT Berufen steigt

Langsam und allmählich holen die Frauen in den MINT Berufen auf. Betrug 1975 noch der Frauenanteil in den Ingenieurwissenschaften 7,8 Prozent, so waren es 2012 schon 23 Prozent. Dies sei trotzdem aber immer noch viel zu wenig. Studienberater fordern mehr Rückendeckung für die Erstsemester und weit über die Promotion hinaus bis in den Berufseinstieg. Wichtig ist es, die Aufmerksamkeit für das Thema Frauen in MINT Berufen zu schaffen. So ist beispielsweise das Berufsbild des Ingenieurs in Deutschland fast zwangsweise männlich besetzt und dies bereits seit vielen Jahrzehnten, in den Ländern Spanien, Portugal oder der Türkei sei aber ein Ingenieur auch für viele Frauen ein ganz normaler Beruf.

Hüthers Worten nach sind die Beschäftigten in den MINT Sparten insgesamt älter, internationaler und weiblicher geworden. Der Anteil der zugewanderten Akademiker liegt derzeit bei 15,2 Prozent – 2005 waren es noch 12,8 Prozent. Und bei den Fachkräften mit Berufsabschluss stieg die Zahl von 10,8 Prozent auf 12,3 Prozent.

Fazit: Die Berufschancen auch für Frauen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik wachsen kontinuierlich, wie man deutlich an den Angeboten auf dem Arbeitsmarkt, wie beispielsweise dem Augsburger Jobportal, erkennen kann.

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