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Führungskräfte stehen heute unter hohem Druck: Sie sollen Teams führen, Leistung sichern, gesetzliche Vorgaben einhalten und gleichzeitig flexibel auf Ausfälle, Auftragsschwankungen und Mitarbeiterbedürfnisse reagieren. In der Praxis scheitert das oft nicht an fehlender Kompetenz, sondern an fehlender Transparenz. Ein wesentlicher Hebel, um Führung wirksamer zu machen, liegt in der digitalen Personalverwaltung.
In vielen Unternehmen verbringen Führungskräfte einen erheblichen Teil ihrer Zeit mit administrativen Aufgaben. Urlaubsanträge werden per E-Mail abgestimmt, Dienstpläne manuell angepasst, Krankmeldungen telefonisch weitergegeben und Arbeitszeiten in unterschiedlichen Systemen oder Tabellen erfasst. Entscheidungen basieren dabei häufig auf unvollständigen oder veralteten Informationen.
Die Folge:
Statt aktiv zu steuern, reagieren Führungskräfte – und verlieren dabei den Überblick.
Digitale Personalverwaltungssoftware wird häufig als reines HR-Werkzeug verstanden. Tatsächlich ist sie jedoch ein zentrales Steuerungsinstrument für Führungskräfte. Sie schafft eine verlässliche Datenbasis und macht personelle Zusammenhänge sichtbar, die im Tagesgeschäft sonst untergehen.
Moderne Systeme bündeln unter anderem:
So entsteht ein einheitliches, aktuelles Bild der personellen Situation – ohne manuelle Nacharbeit.
Führungskräfte treffen täglich Entscheidungen: Wer übernimmt welche Schicht? Wo entstehen Engpässe? Welche Überlastungen zeichnen sich ab? Ohne aktuelle Daten basieren diese Entscheidungen häufig auf Erfahrung oder Bauchgefühl.
Digitale Personalverwaltung ermöglicht dagegen:
Das stärkt sowohl die Entscheidungsqualität als auch die Akzeptanz im Team.
Besonders deutlich wird der Mehrwert digitaler Personalverwaltung in der Schichtplanung. Sie ist kein isolierter Prozess, sondern eng mit Abwesenheiten, Arbeitszeiten und Qualifikationen verknüpft. Werden diese Informationen getrennt verwaltet, entstehen zwangsläufig Fehler, Doppelarbeit und kurzfristige Engpässe.
Eine integrierte Lösung unterstützt Führungskräfte dabei,
So wird Schichtplanung vom täglichen Improvisationsprozess zu einem verlässlichen Steuerungsinstrument.
Nicht jede Personalverwaltungssoftware ist für den operativen Alltag gleichermaßen geeignet. Viele Systeme wurden ursprünglich für zentrale HR-Abteilungen und Büroarbeitsplätze entwickelt. In Unternehmen mit Schichtbetrieb, wechselnden Einsatzorten und dezentralen Teams entstehen dadurch schnell funktionale Lücken.
Anbieter wie Personio oder Factorial decken klassische HR-Kernprozesse sehr umfassend ab. Der Schwerpunkt liegt typischerweise auf:
Für Organisationen mit überwiegend administrativen Tätigkeiten ist dieser Ansatz sinnvoll. Im operativen Alltag von Schichtbetrieben zeigt sich jedoch häufig, dass Einsatzplanung, kurzfristige Änderungen und mobile Nutzung nur eingeschränkt abgebildet werden.
Demgegenüber stehen Systeme, die gezielt für operative Teams entwickelt wurden. Anbieter wie Kenjo oder Ordio setzen den Schwerpunkt stärker auf die tägliche Steuerung von Mitarbeitenden im Einsatz.
Kennzeichnend für diesen Ansatz sind:
Kenjo positioniert sich dabei als Personalverwaltungssoftware, die speziell auf operative Teams ausgerichtet ist und Führungskräften einen zentralen, aktuellen Überblick über Planung und Personalstatus bietet. Weitere Informationen finden sich auf der Website von Kenjo zur Personalverwaltungssoftware.
Die folgende Übersicht zeigt typische Unterschiede im Fokus verschiedener Arten von Personalverwaltungssoftware und macht deutlich, für welche organisatorischen Anforderungen die jeweiligen Ansätze besonders geeignet sind.
| Kriterium | Klassische Personalverwaltungssoftware (z.B. Personio, Factorial) | Operativ ausgerichtete Lösungen (z.B. Kenjo, Ordio) |
|---|---|---|
| Primärer Fokus | HR-Administration und zentrale Prozesse | Operative Steuerung und Einsatzplanung |
| Hauptnutzer | HR-Abteilungen | Führungskräfte und operative Teams |
| Schichtplanung | Zusatzfunktion oder eingeschränkt integriert | Zentrale Kernfunktion |
| Arbeitszeiten & Abwesenheiten | Oft getrennte Module oder Systeme | Eng verzahnt mit der Einsatzplanung |
| Mobile Nutzung | Nachrangig | Essenziell für den Arbeitsalltag |
| Kurzfristige Änderungen | Häufig manuell oder mit Mehraufwand | Direkt und transparent im System abbildbar |
| Transparenz für Führungskräfte | Teilweise fragmentiert | Echtzeit-Überblick über Team, Zeiten und Einsätze |
| Typische Einsatzszenarien | Büroarbeit, Wissensarbeit, zentrale HR-Prozesse | Schichtbetrieb, operative Teams, dezentrale Standorte |
Ein zusätzlicher Entlastungseffekt entsteht durch klar definierte Verantwortlichkeiten. Digitale Systeme ermöglichen Self-Service-Funktionen, über die Mitarbeitende ihre Daten pflegen, Abwesenheiten beantragen oder Schichtinformationen einsehen können.
Für Führungskräfte bedeutet das:
Gleichzeitig steigt die Eigenverantwortung im Team – ein zentraler Faktor moderner Führung.
Digitale Personalverwaltung ist weit mehr als ein administratives Hilfsmittel für HR. Richtig eingesetzt, entlastet sie Führungskräfte spürbar, schafft Transparenz und ermöglicht fundierte Entscheidungen im Arbeitsalltag. Wer Führung stärken will, sollte daher nicht nur über Führungskompetenzen sprechen, sondern auch über die Systeme, die Führung im operativen Alltag überhaupt erst praktikabel machen.
Wichtig: Das Portal personal-wissen.net stellt lediglich eine allgemeine Informationsplattform dar. Konkrete Anfragen von Lesern können nicht beantwortet werden, da es sich dabei um Rechtsberatung handeln würde. Falls Sie eine individuelle Rechtsfrage haben sollten, wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt oder an die Rechtsabteilung Ihrer Firma. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
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