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Ausbildungsberuf: Elektroniker/in für Betriebstechnik

Elektroniker/in für Betriebstechnik
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Nicht wenige Schüler haben nach der Schulzeit keine Idee davon, welchen Beruf sie ergreifen sollen. Tatsächlich ist die Zahl der Ausbildungsberufe in den vergangenen Jahren angestiegen, sodass viele Berufsbilder kaum bekannt sind. Das gilt auch für den Elektroniker für Betriebstechnik beziehungsweise für die Elektronikerin für Betriebstechnik. Welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, wie hoch das Ausbildungsgehalt ist und welche Aufgaben Elektroniker/in für Betriebstechnik wahrnehmen, mehr dazu hier.

Elektroniker/Elektronikerin für Betriebstechnik – die Voraussetzungen

Um sich für einen Ausbildungsplatz als Elektroniker für Betriebstechnik oder als Elektronikerin für Betriebstechnik bewerben zu können, ist mindestens ein Realschulabschluss oder ein sehr guter Hauptschulabschluss zwingende Voraussetzung. Gute Chancen hat außerdem, wer Kenntnisse in Informatik und gute Noten in Mathematik vorweisen kann. Auch eine gute Hand-Augen-Koordination erhöht die Chancen auf einen Ausbildungsplatz in diesem Bereich. Damit ist die kognitive Fähigkeit gemeint, Aktivitäten gut zu bewältigen, für die Augen und Hände benötigt werden. Ein Elektroniker für Betriebstechnik oder eine Elektronikerin für Betriebstechnik sollten außerdem Freude am sorgfältigen und präzisen Arbeiten haben. Wer darüber hinaus Interesse und Spaß am Programmieren hat und technisches Verständnis mitbringt, erhöht seine Chancen.

Elektroniker/in für Betriebstechnik: Eine Ausbildung mit wechselnden Aufgaben

Elektroniker/in für Betriebstechnik kümmern sich um elektrische Anlagen. Sie wissen, wie sie funktionieren und sind in der Lage, auch eigene Ideen für die Umsetzung von Strom einzubringen.

Zu den Ausbildungsinhalten gehören diese Themen:

  • Elektrische Bauteile und Anlagen installieren und warten. Das bedeutet, dass Auszubildende lernen, Schaltungen aufzubauen und zu prüfen, Automatisierungssysteme kennen und verstehen lernen sowie Steuereinheiten programmieren.
  • Kenntnisse in Mathematik fließen in die Berechnung verschiedener Größen und Werte ein.
  • IT-Kenntnisse werden dazu verwendet, Software zu programmieren.
  • Auch die Energietechnik ist Teil der Ausbildung, weil ein Elektroniker für Betriebstechnik oder eine Elektronikerin für Betriebstechnik fortdauernd mit Strom zu tun haben.

Die Aufgabenbereiche sind dementsprechend breit gefächert und reichen von der Robotertechnik über die Arbeit an Wärmekraftwerken bis zu der an Hochspannungsanlagen.

Elektroniker/in für Betriebstechnik: Die Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik beziehungsweise zur Elektronikerin für Betriebstechnik ist eine duale Ausbildung mit einer Dauer von dreieinhalb Jahren. Während im Ausbildungsbetrieb praktische Kenntnisse vermittelt werden, lernen Auszubildende in der Berufsschule das theoretische Hintergrundwissen kennen.

  • Im ersten Ausbildungsjahr steht die Beschäftigung mit elektrotechnischen Systemen im Mittelpunkt. Auszubildende lernen, wie verschiedene Geräte, Anlagen und Baugruppen eingesetzt und Wirkungszusammenhänge analysiert werden. Die Kenntnis über die Gesetzmäßigkeiten der Elektrotechnik befähigen Auszubildende, eine erste Installation in einem bestehenden Netzsystem zu planen.
  • Thema des zweiten Ausbildungsjahres ist die Energieversorgung, wobei der Starkstrom von besonderer Bedeutung ist sowie die Regeln zum Schutz und zur Unfallverhütung. Wie bereits im ersten Ausbildungsjahr ist auch im zweiten Lehrjahr der Umgang mit Kunden ein wichtiges Thema.
  • Im dritten und vierten Lehrjahr konzentriert sich die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik beziehungsweise zur Elektronikerin für Betriebstechnik auf gebäudetechnische und energietechnische Anlagen. Anlagen müssen eingerichtet und instandgehalten werden, was gleichermaßen für elektrotechnische Anlagen gilt. Erste Projekte werden geplant und umgesetzt. Dafür sind eine umfassende Dokumentation sowie die Absprache mit allen Beteiligten erforderlich, während bei der Umsetzung verschiedene Komponenten beachtet sowie Sicherheitsregeln und Umweltschutzbestimmungen eingehalten werden müssen.

Ausbildungsgehalt

Das durchschnittliche Ausbildungsgehalt ist vergleichsweise hoch und liegt im

  • ersten Ausbildungsjahr bei 723 Euro.
  • Es steigt im zweiten Ausbildungsjahr auf durchschnittlich 773 Euro und
  • im dritten Jahr auf durchschnittlich 797 Euro,
  • bis es im vierten Ausbildungsjahr durchschnittlich 893 Euro erreicht.

Der Elektroniker/in für Betriebstechnik und ihr Arbeitsumfeld

Ein Elektroniker für Betriebstechnik oder eine Elektronikerin für Betriebstechnik sind insbesondere in Werkhallen und Werkstätten zu finden. Dort überwachen sie Anlagen und planen weitere Einsätze, die sowohl drinnen als auch im Freien stattfinden können. Es sind vor allem Anlagen wie Stromkästen und Strommasten sowie verlegte Leitungen, die repariert und regelmäßig gewartet werden müssen. Diese Arbeiten bergen Gefahren, weshalb Regeln und Normen zum eigenen Schutz beachtet sowie eine entsprechende Schutzkleidung einschließlich Schutzhandschuhe getragen werden müssen. Ein gutes Auge und eine besondere Fingerfertigkeit sind gefragt, weil die Leitungen und Anschlüsse oftmals klein sind.

Gute Aussichten

Die Ausbildung zum Elektroniker/in für Betriebstechnik ist keine Einbahnstraße. Denn es stehen danach weitere Möglichkeiten offen, sich zu spezialisieren oder weiter zu qualifizieren, zum Beispiel zum Industriemeister in der Fachrichtung Elektrotechnik oder zum technischen Fachwirt oder Betriebswirt, wodurch sich die Türe zum mittleren Management öffnet.

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